Ökologie - Schrittmacher bei Autofarben

Die Debatte um Klimaschutz und das gestiegene Umweltbewusstsein der Menschen haben Einfluss auf die Farbtrends bei Autos. Die Bandbreite der von ökologischen Entwicklungen inspirierten Farbpalette reicht von neuen Schwarztönen, der Trendfarbe Weiß in ihren vielfältigen Spielarten, satten Blau- und Grüntönen bis hin zu pastelligen Farben. Die Ökologie hat sich zum Schrittmacher der Zukunft entwickelt und in vielen Bereichen für ein grundlegendes Umdenken gesorgt. Man konsumiert, forscht und fährt nachhaltig –  so urteilen zumindest einige Autofarbdesigner in der Lackindustrie. Das Spannungsdreieck von Individualisierung, Ökologie und technischem Fortschritt führe dabei zu neuen Farbwelten, deren Potential es nuancenreich auszuschöpfen gelte.

Ökologie-inspirierte Farbpalette
Silber erlebt in Europa demnächst große Veränderungen. Der Glanz der anstehenden ökoeffizienten Technologien hat nichts mehr mit dem technischen Silber von gestern zu tun. Hier eröffnet sich ein Spiel der Aggregatzustände, das die Sinne herausfordert. Die Farbtöne reichen von ätherisch getönten Silbernuancen mit teilweise frostig-kühlen Oberflächen bis hin zu hoch reflektierenden Liquid Metals. Diese Farben visualisieren neue, aktuell noch schwer zu fassende Zukunftstechnologien.

Natürlich darf die Trendfarbe Weiß in ihren vielfältigen Spielarten nicht fehlen, wenn es um nahtlose Funktionalität und höchste Effizienz geht. Hier vereinen sich Technik und die Ästhetik des Puren und Makellosen. In Asien erfreut sich insbesondere Perlweiß großer Beliebtheit. In der asiatischen Kultur steht Weiß für Reinheit und Unschuld. Zusätzlich zu diesem traditionellen Image verkörpert Weiß das Bild von Luxus und ist als klassische Farbe beliebt geworden. Außerdem hat Weiß in den vergangenen Jahren ein nahezu futuristisches Image angenommen und steht für fortschrittliche Technologien sowie Umweltfreundlichkeit und Sauberkeit.

Ideen von Reinheit und Klarheit, Assoziationen von kristallklarem Wasser und frischer, sauberer Luft stehen Pate bei einer gesunden und satten Farbigkeit in Blau- und Grüntönen. Die Gestalter sehen hier ursprünglichen Farben, von denen in Balladen gesungen werde. Sie erzählten von einer heilen Welt und dem Einklang von Mensch und Natur.

Schwarz – Furcht und Faszination
In der Auseinandersetzung mit der Zukunft kann die Angst vor dem Unbekannten nicht außen vor bleiben. Wie viel Ausdruck hier möglich ist, zeigt die neue Farbpalette zwischen Furcht und Faszination. Das Bedürfnis nach Schutz steht im Mittelpunkt bei den dunklen Metalltönen. Kühle, doch mystisch glänzende Oberflächen gebieten Distanz und Respekt. Diese neuen Schwarztöne in dunklen Abtönungen und mit subtilen Effekten bieten am Ende der Farbskala eine außerordentliche Emotionalität.

Parallel zu Schwarz sendet ein Gegentrend die Botschaft „Farben sollen Spaß machen“. Neue Effekte, Alu-Flakes und extreme Sparkles scheinen das Licht kaum noch zu brauchen, um ihre volle Strahlkraft zu entwickeln. Durch die Flakes und die Pigmente entsteht ein fast schon sensationelles Funkeln auf der Oberfläche.

Verführerische Geschmeidigkeiten machen pastellige Farbtöne mit hohem Weißanteil unwiderstehlich. Der Luxus des Selfness-Trends ist spürbar bei solchen Farben, die rund um das Thema Körperlichkeit, Haptik und Wohlfühlen kreisen. Eben Farben für die Sinne! 

Neutrale Farbtöne in Amerika
Der Anteil neutraler Farbtöne dürfte im amerikanischen Markt in den nächsten Jahren in die Höhe gehen. Auch die Nachfrage nach warmen, erdigen Tönen mit Farbwechsel wird mit dem Einfluss der Umweltbewegung und aufgrund von Trends aus Hollywood steigen. Sie spiegeln das matte Gold aus der Mode- und Schmuckbranche wider. Tiefere Mahagoni-Töne lehnen sich an das dunkle Holz von Einrichtungsgegenständen an. Die Skala der wärmsten unter den neutralen Erdtönen reicht von lebhaften Orange- über geschmeidige Kupfer- zu leuchtenden Bronzetönen.

Leistungsgemeinschaft für Fassaden- und Innenputze

 

Lackchemie in 52 Kapiteln - eine Sammlung der Gesellschaft deutscher Chemiker

 

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Aktualisierung: 
1. September 2011