Nanotechnologie in der Lackindustrie

Kleine Teilchen mit großen Möglichkeiten

Die Nanotechnologie hat die Lack- und Druckfarbenindustrie verändert: Aus Forschungsergebnissen sind neue Materialien entstanden, die Beschichtungen mit früher unbekannten Eigenschaften ermöglichen oder traditionelle Produkte völlig veränderten. Die neue Technologie hat aber auch neue Erkenntnisse über schon sehr lange in der Lack- und Druckfarbenindustrie verwendete Rohstoffe zu Tage gefördert: Viele Vormaterialien (z.B. Pigmente und Füllstoffe) enthalten Nanoteilchen.

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Definitionen Nanotechnologie und Nanopartikel

Unter Nanotechnologie versteht man die neue Wissenschaft, die sich mit den Eigenschaften und Wirkungen sehr kleiner Teilchen und Materiestrukturen befasst. Als Nanopartikel werden kleine Teilchen bezeichnet, die eine Größe zwischen 1 und 100 Nanometern besitzen.

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Untersuchungen zur Freisetzung von Nanopartikeln

Die Lackindustrie befasst sich intensiv mit Fragen zur möglichen Freisetzung von Nanopartikeln aus Lackoberflächen. In umfangreichen Untersuchungsprogrammen  wurde geprüft, inwieweit Nanopartikel aus Lackoberflächen freigesetzt werden können.

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Große Zukunft mit kleinsten Teilchen

 

Lacke sind Beschichtungsstoffe mit vielen Eigenschaften. Im Vordergrund stehen heute spezielle Funktionen für die unterschiedlichsten Anwendungen. Ganz neue Eigenschaften und faszinierendeMöglichkeiten eröffnen sich durch den Einsatz der Nanotechnologie. 
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Sorgenkind Rohstoffversorgung

Die Farben- und Lackhersteller werden durch die aktuelle Lage auf den Rohstoffmärkten extrem belastet. Die Fertigung von Beschichtungsmaterialien wird mit Lieferengpässen oder Kontingentierungen von Rohstoffen konfrontiert, was zu Lieferverzögerungen an Handel und Handwerk führen kann. Die Herstellung von Lacken und Farben leidet zudem unter der Preispolitik der Rohstofflieferanten, die teilweise im Vierteljahrestakt Preiserhöhungs-Mitteilungen verschicken. Da in der Lack- und Farbenbranche die Einstandskosten für Rohstoffe im Durchschnitt 50 Prozent der Herstellungskosten ausmachen, ist kaum noch eine zukunftssichere Kalkulation möglich. [mehr]

Farbige Oberfläche mit Schutzeffekt

Eine farbige Hausfassade, die lange Jahre ihre Leuchtkraft behält, allen Umwelteinflüssen trotzt und nicht verschmutzt: Das ist der Traum jedes Hausbesitzers. Diesem Idealzustand kann man heute schon recht nahe kommen, denn die Farbenhersteller in Deutschland haben Fassadenfarben entwickelt, die nicht nur dem Ausbleichen der Farbschicht durch die UV-Strahlung der Sonne langfristig widerstehen, sondern auch die Fähigkeit besitzen, sich selbst zu reinigen. Mittlerweile kann man zwischen zwei verschiedenen Farbsystemen wählen, die einen Selbstreinigungseffekt in sich tragen. Neben dem seit einigen Jahren bekannten Lotus-Effekt kommt jetzt in Fassadenfarben auch Nanotechnologie zum Einsatz, die mittels Fotokatalyse für ein sauberes Aussehen sorgt. Während der Lotus-Effekt durch die mikroskopische fein aufgeraute Oberfläche dafür sorgt, dass Wasser den an der Wand haftenden Schutz abtransportieren kann, spielt bei der Fotokatalyse das Sonnenlicht eine entscheidende Rolle und aktiviert den Reinigungsprozess. Es regt lichtaktive Nanopartikel in der Beschichtung an, die den Schmutz zersetzen. So zerfallen vor allem organische Verbindungen, wie Ruß oder Blütenstaub. Gelangt dann Regen an die Wand, wird der anhaftende Rest-Schmutz einfach abgespült. Vor allem Häuserfronten in verkehrsreichen und stark abgasbelasteten Innenstadtbereichen können von diesen Fassadenbeschichtungen profitieren. Die Vorteile für den Hausbesitzer liegen auf der Hand. Die Zeitspannen zwischen den Erneuerungen der Außenanstriche werden verlängert und das senkt die Kosten. [mehr]

Datenschutz durch Lack

Kratzfestbeschichtung konserviert empfindliche Oberflächen optischer Datenträger

Videotheken können ein Lied davon singen: bei der Rückgabe erweisen sich viele ausgeliehene DVDs als unbrauchbar, weil die Kunden nicht sehr pfleglich mit den Speicherwundern umgegangen sind. Oberflächen optischer Datenträger können bei extremer mechanischer Beanspruchung verkratzen, was wiederum zu Abspielfehlern führt. Dann nützt auch die eingebaute Fehlerkorrektur nichts mehr – der Datenträger kann nicht mehr gelesen werden. Gleiches gilt für stark beanspruchte CD-ROMs. [mehr]

Was ist drin in Lacken und Farben?

Lacke und Farben sind hochkomplexe chemische Gemische. Doch alle Rezepturen greifen auf fünf Komponenten zurück, ohne die es nicht geht. Da sind zunächst die Pigmente - sehr feinteilige, unlösliche Stoffe, die aus der Natur gewonnen oder synthetisch hergestellt werden und den Farbton bestimmen. Hinzu kommen natürliche Füllstoffe, die der Beschichtung die gewünschte Strapazierbarkeit geben, sowie Bindemittel wie beispielsweise Acryl- oder Alkydharze, die den eigentlichen Lackfilm bilden. [mehr]

Kampf dem Kratzer

Das optische Erscheinungsbild von lackierten Oberflächen hat gerade im Automobilsektor einen hohen Stellenwert. Feine Kratzer, wie sie z.B. beim Waschen entstehen, beeinträchtigen nicht nur die optische Qualität, sie können im Extremfall die Schutzfunktion des Lackes zunichte machen. Die Entwicklung von kratzfesteren Decklacken ist deshalb ein stets aktuelles Entwicklungsthema. Dabei steht die Kratzfestigkeit teilweise in Konkurrenz zu anderen wichtigen Gebrauchseigenschaften, wie z.B. der Stoß- und Steinschlagfestigkeit, der Alterungsbeständigkeit oder der Farbechtheit. [mehr]

Warum enthalten Lacke und Farben Konservierungsstoffe?

Ein Interview mit Dr. Hans-Joachim Weintz, Mitglied des Technischen Ausschusses Bautenanstrichmittel (TKB)  des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.

LiG: Zur Schonung von Umwelt- und Raumklima wurde der Lösemittelgehalt in Farben und Lacken insbesondere für die Innenanwendung immer weiter abgesenkt. Lösemittel wurden durch Wasser ersetzt. Heute gibt es schon sogenannte lösemittelfreie Anstrichsysteme. Was muss man darunter verstehen? Und wo liegen die Probleme solcher Produkte? [mehr]

Leistungsgemeinschaft für Fassaden- und Innenputze

 

Lackchemie in 52 Kapiteln - eine Sammlung der Gesellschaft deutscher Chemiker

 

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Aktualisierung: 
1. September 2011