• Untersuchungen der Lackindustrie zur Freisetzung von Nanopartikeln aus Lackoberflächen


    Die Lackindustrie befasst sich intensiv mit Fragen zur möglichen Freisetzung von Nanopartikeln aus Lackoberflächen. In einem umfangreichen Untersuchungsprogramm an der Technischen Universität Dresden wurde geprüft, inwieweit Nanopartikel aus Lackoberflächen freigesetzt werden können. Es wurden bislang zwei Studien durchgeführt, bei denen herkömmliche Lacke mit „Nano-Lacken“ verglichen wurden. Dabei wurde zum einen die alltägliche Belastung von Lackoberflächen im Haushalt, zum anderen ein Schleifprozess untersucht.

    Als Ergebnis wurde in beiden Studien festgestellt:
    Es gibt keine Unterschiede hinsichtlich der Freisetzung von Nanopartikeln bei diesen Belastungen zwischen herkömmlichen Lacken und Nanolacken.
    Die Zahl der freigesetzten Nanopartikel ist außerordentlich klein.
    Die zugesetzten Nanopartikel sind fest in die Bindemittelmatrix des Lackes eingebettet.
    Eventuell doch freigesetzte Nanopartikel sind Bruchstücke aus der Bindemittelmatrix.
    Hinweise auf eine mögliche Gefährdung der menschlichen Gesundheit oder der Umwelt liegen nicht vor.
    Die Studien der Universität Dresden sind veröffentlicht und unter folgenden Links zugänglich:
     

    Veröffentlichung der Ergebnisse zur Belastung mit Nanopartikeln aus lackierten Oberflächen im alltäglichen Gebrauch:

    Vorbau M, Hillemann L, Stintz M. (2009) Method for the characterization of the abrasion induced nanoparticles release into air from surface coatings. J Aerosol Sci; 40(3): 209–217.
     

    Veröffentlichung der Ergebnisse zur Simulation von Schleifprozessen nanopartikelhaltiger Lacke:

    Göhler D, Stintz M, Vorbau M, Hillemann L. (2010) Characterization of nanoparticle release from surface coatings by the simulation of a sanding process. Ann Occup Hyg; 54(6): 615-624.
     
    Auch in anderen europäischen Ländern werden wissenschaftliche Untersuchungen zu einer möglichen Belastung von Heimwerkern oder Handwerkern beim Umgang mit nanopartikelhaltigen Lacken und Farben durchgeführt. Abgeschlossen ist ein Projekt des dänischen National Research Center for the Working Environment, mit dem die Belastung der Raumluft mit Nanopartikeln beim Schleifen von Lackoberflächen untersucht wurde.
     

    Staubbelastung beim Schleifen nanopartikelhaltiger Lackoberflächen:

    Koponen IK, Jensen KA, Schneider T. (2009) Sanding dust from nanoparticle-containing paints: physical characterisation. J Phys: Conf Ser; 151 (012048).
     

    Vergleich der Staubfreisetzungen bei konventionellen und nano-dotierten Wandfarben und Holzlacken:

    Koponen IK, Jensen KA, Schneider T. (2010) Comparison of dust released from sanding conventional and nanoparticle-doped wall and wood coatings. J Expo Sci Env Epid; 1-10.
     

    Was wird die Lackindustrie tun?

    Die Nanotechnologie beinhaltet viele Vorteile und enorme Chancen. Dennoch: Sicherheit und Gesundheit gehen vor, und so müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die notwendigen Untersuchungen durchzuführen. Hieran arbeitet die Lackindustrie intensiv mit. Die Forschungsarbeiten an der Technischen Universität Dresden zu den Bedingungen und Mechanismen der Freisetzung von Nanopartikeln aus Lackoberflächen werden fortgesetzt.

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